MISEREOR-Projektpartner in Deutschland

Jedes Jahr lädt MISEREOR zur Fastenaktion Gäste aus dem Partnerland nach Deutschland ein, die Sie gerne in Ihrer Gemeinde, Gruppe oder Schule besuchen kommen.

Die MISEREOR-Partner berichten aus ihrer Heimat, von den Problemen ihrer Mitmenschen und ihrer täglichen Arbeit. Sie tauschen sich aber auch aus mit den Menschen, die sie während ihres Aufenthalts in Deutschland treffen. So tun sich im Gespräch und in der Begegnung neue Horizonte auf und gegenseitiges Verständnis wächst.

„Ich habe Menschen gesehen, die sich solidarisch zeigen. Das sind nicht unbedingt reiche Menschen. Es sind Menschen, die sich einsetzen; z. B. bei den Fastenmärschen. Das fördert die Spendenbereitschaft. Das ist ein gutes Zeugnis.“

Djibrillou koura aus Burkina FAsO (arbeitet beim Projektpartner DIOBASS) nach seinem besuch in Deutschland 2017


Hinweis für den Partnerbesuch zur Fastenaktion 2019

Informieren Sie sich ab Herbst 2018 beim Referat Weltkirche Ihrer Diözese, ob und wann Ihr Bistum einen der MISEREOR-Gäste empfängt. Das Programm für den Gastbesuch entsteht vor Ort, so dass Sie Ihre Gemeinde oder Schule als Veranstaltungsort anbieten können.


Das sind die Gäste zur Fastenaktion 2019

Daysi Raquel Rodríguez Fuentes

Leiterin des Projekts "Mein Lebensplan" der Caritas San Salvador

Frau Daysi Rodríguez hat Kommunikation mit Schwerpunkt PR studiert. Als Freiwillige hat sie mit den Salesianern Don Boscos Jugendgruppen begleitet und war Katechetin. Bis 2010 arbeitete sie in einer Werbeagentur. Seitdem ist sie bei der Caritas San Salvador und war dort zunächst in einem politischen Projekt zum Recht auf Wasser sowie in der Gefängnispastoral tätig. 2012 startete das Projekt „Mein Lebensplan“, das die 33-jährige leitet. Das Projekt setzt beim Grundrecht auf Bildung und Arbeit an. Es hilft Jugendlichen, einen Lebensinhalt zu finden und sich Berufs- oder Bildungsperspektiven zu erarbeiten. Damit leistet es auch einen wichtigen Beitrag zur Gewaltprävention. Frau Rodríguez freut sich, Jugendliche in diesem wichtigen Lebensabschnitt dabei zu begleiten, „stolz auf sich selbst“ zu werden.

Schwarzbach/MISEREOR

Marcela Vides

Freiwillige im Projekt "Mein Lebensplan"

Frau Marcela Vides hat an „Mein Lebensplan“ teilgenommen und ist nun neben ihrem Studium der Sozialarbeit als Freiwillige im Projekt tätig. Durch die Teilnahme fand sie die nötige Unterstützung und den Mut, um sich weiterhin für ihren Traum einzusetzen, zu studieren und sich eine Zukunftsperspektive aufzubauen. Sie finanziert ihr Studium mit einem mobilen Nagelstudio, das sie sich von dem Startgeld des Projekts kaufte und mit dem sie in ihrer Nachbarschaft unterwegs ist.
„Wir sind alle gleich viel wert“, ist eine ihrer wichtigsten Lektionen, die sie aus „Mein Lebensplan“ mitgenommen hat.

 

 


Ingrid Marisol Ganuza Ayala

Mitarbeiterin des Projekts "Mein Lebensplan"

Frau Ingrid Ganuza hat 2012 im ersten Jahrgang an „Mein Lebensplan“ teilgenommen und ist nun neben ihrem Studium der Psychologie als Mitarbeiterin im Projekt tätig. Die Teilnahme ermöglichte ihr unter anderem, ein Stipendium für ihr Studium zu erhalten.
Das, was sie selbst gutes erfahren hat, möchte sie nun den Jugendlichen weitergeben: „Ich wurde durch das Programm erfahrener und reifer, und kann mich und andere viel besser einschätzen“. Frau Ganuza setzt sich für die Jugendlichen ein, weil sie kaum gesellschaftliche Fürsorge erhalten und oft alleine wegen ihres Alters unter Generalverdacht stehen.

Schwarzbach/MISEREOR

Zoila Beatriz Rivas Guardado

Mitarbeiterin im Projekt "Mein Lebensplan"

Frau Beatriz Rivas hat BWL studiert und arbeitet seit 2014 bei „Mein Lebensplan“. Zuvor war sie während ihres Studiums bereits als Freiwillige bei der Caritas tätig und schrieb dort auch ihre Abschlussarbeit. Nach ihrem Studium hat sie drei Jahre in den Personalabteilungen einer Baumarktkette und einer Textilfabrik gearbeitet. An ihrer jetzigen Arbeit bei „Mein Lebensplan“ fasziniert sie, dass ausgeschlossene Jugendliche Integrations- und Entwicklungschancen erhalten: Die Jugendlichen können sich selbst entwickeln und bekommen in oft schwierigen Lebensphasen Unterstützung. Dadurch können sie zur Gesellschaft zurückkehren, auch wenn sie sich selbst ausgeschlossen haben. 

Schwarzbach/MISEREOR

Julio Meléndez Núñez

Vizedirektor bei FUNDASAL

Herr Julio Meléndez hat nach einem Mikrofinanz-Studium erst in der Privatwirtschaft gearbeitet und ist seit 1997 bei FUNDASAL, davon die letzten vier Jahre als Vizedirektor. Er erledigt die interne Koordination aller Arbeitsbereiche, begleitet einzelne Projekte und unterstützt den Fundraising-Bereich.
Bei seiner Arbeit gefällt ihm besonders, dass er an Verbesserungen für Kinder und Jugendliche mitwirkt. Sein Start bei FUNDASAL war eine radikale Änderung in seinem Leben. Im Studium hatte er gelernt, dass Menschen „nur Zahlen und Geld“ sind. Bei FUNDASAL hat er die menschliche Seite seines Berufs kennen- und schätzen gelernt.
Ihm ist wichtig, dass Jugendliche wahrnehmen, dass sie in El Salvador eine Zukunft haben.

Schwarzbach/MISEREOR

Fernando Manuel Renderos Arrué

freiwilliger Mitarbeiter in der Jugendgruppe El Sauce / FUNDASAL

Herr Fernando Renderos ist seit acht Jahren freiwilliger Mitarbeiter in der Jugendgruppe El Sauce. Die Gruppe bietet täglich Workshops für Kinder und Jugendliche sowie kulturelle und sportliche Aktivitäten an. Sie wird von FUNDASAL begleitet und hat an einem Wettbewerb teilgenommen, über den ein neues Gebäude für die Workshops finanziert wurde. Dieses wurde, wie immer bei FUNDASAL, hauptsächlich von der Gruppe gebaut. Für ihn ist die Tatsache, dass für die verletzlichsten Kinder und Jugendlichen kein würdiges Leben möglich scheint, „ein Missstand, der zum Himmel schreit.“ Er findet  seine freiwillige Arbeit in der Gruppe sehr erfreulich: „Hier merken wir, dass wir sozialen Wandel schaffen.“ Er sagt: „Unser Engagement geht gegen die immer mehr verbreitete neoliberale Haltung, nur für sich selber zu sorgen. Stattdessen übernehmen wir hier Verantwortung für andere.“

Thor/MISEREOR

Carmen Elena Rivera García

Architektin bei FUNDASAL

Frau Carmen Rivera hat Architektur studiert und arbeitet seit Anfang 2017 bei FUNDASAL. Ihr Schwerpunkt liegt beim Bau mit Erd- und Naturstoffen. Frau Carmen Rivera leitet Gruppen dabei an, Bauprozesse selbst zu gestalten, indem sie Versammlungen und das Erlernen der Techniken begleitet, sowie Einzelbesuche macht. Ihr gefallen bei dieser Arbeit besonders der ganzheitliche Ansatz und der Bezug zur Basis. Wichtig sind ihr bei ihrer Arbeit die Interdisziplinarität und die Teamarbeit. Sie helfen auch dabei, dass die Menschen sich aktiv beteiligen und ihr Wissen weitergeben und somit unabhängig von der Organisation werden.

Schwarzbach/MISEREOR

Erika Xiomara Torres Barrera

Sozialarbeiterin bei FUNDASAL

Erika Torres hat Soziale Arbeit studiert und arbeitete vor ihrer Tätigkeit bei FUNDASAL mit Frauenrechtsverteidigerinnen. Schon während ihres Studiums war sie Freiwillige bei der Jugendgruppe El Sauce in Sonsonate und führte Präventions-Workshops für Kinder durch. Jetzt ist sie in der Abteilung Soziale Förderung bei FUNDASAL tätig und begleitet diese und andere Jugendgruppen bei der Stärkung ihres gemeinschaftlichen Zusammenlebens und der politischen Einflussnahme für würdigen Wohnraum. Über ihre Arbeit sagt sie: „Wir gehen immer von der vorhandenen Dynamik in den Gemeinden oder Gruppen aus. Die Realität der Familien und Jugendlichen gibt die Art der Begleitung vor. Wir schaffen Räume, in denen die verarmten Familien meines Landes über ihre Wirklichkeit reflektieren können, mit dem Ziel, dass sie selber Änderungen anstoßen.“

Schwarzbach/MISEREOR

MISEREOR ist wegen Förderung der Entwicklungszusammenarbeit nach dem letzten uns zugegangenen Freistellungsbescheid des Finanzamtes Aachen-Stadt, Steuer-Nummer 201/5900/5748, vom 03.04.2018 für das Jahr 2016 nach § 5 Abs. 1 Nr. 9 des Körperschaftsteuergesetzes von der Körperschaftsteuer befreit.


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Gästeprofile
Wir stellen die Gäste zur Fastenaktion 2019 aus El Salvador mit Bild und einem kurzen Text zu ihrer Vita und ihrer Funktion vor.

Die Projektarbeit

Werfen Sie einen Blick auf die Arbeit unserer Partner Caritas San Salvador und FUNDASAL in El Salvador. Wir bieten Ihnen verschiedene Filme, Bilder und Hintergrundtexte dazu an. Mehr dazu