MISEREOR-Projektpartner in Deutschland

Jedes Jahr lädt MISEREOR zur Fastenaktion Gäste aus dem Partnerland nach Deutschland ein, die Sie gerne in Ihrer Gemeinde, Gruppe oder Schule besuchen kommen.

Die MISEREOR-Partner berichten aus ihrer Heimat, von den Problemen ihrer Mitmenschen und ihrer täglichen Arbeit. Sie tauschen sich aber auch aus mit den Menschen, die sie während ihres Aufenthalts in Deutschland treffen. So tun sich im Gespräch und in der Begegnung neue Horizonte auf und gegenseitiges Verständnis wächst.

„Ich habe Menschen gesehen, die sich solidarisch zeigen. Das sind nicht unbedingt reiche Menschen. Es sind Menschen, die sich einsetzen; z. B. bei den Fastenmärschen. Das fördert die Spendenbereitschaft. Das ist ein gutes Zeugnis.“

Djibrillou koura aus Burkina FAsO (arbeitet beim Projektpartner DIOBASS) nach seinem besuch in Deutschland 2017



Das sind die Gäste zur Fastenaktion 2018

Bischof Theodore Mascarenhas, S.F.X.

Generalsekretär der indischen Bischofskonferenz CBCI

Theodore Mascarenhas wurde 1960 geboren. Er gehört dem Orden der Missionare St. Francis Xavier an und legte 1979 die Profess ab. 1988 wurde er zum Priester geweiht. Er war fünf Jahre lang Schulleiter einer Highschool im Bundesstaat Punjab. Er erwarb am Päpstlichen Bibelinstitut in Rom einen Doktortitel in Biblischer Theologie. Er war Leiter der Kulturabteilungen für Asien, Afrika und Ozeanien am Päpstlichen Rat für die Kultur und später Mitglied des Päpstlichen Komitees für die Eucharistischen Weltkongresse. Er war Gastprofessor an zwei Universitäten in Rom und am Priesterseminar in Pilar. 2014 ernannte ihn Papst Franziskus zum Titularbischof von Lysinia und bestellte ihn zum Weihbischof in Ranchi. Er ist Vorsitzender des Exekutivkomitees eines katholischen Universitätsklinikums der CBCI, der indischen Bischofskonferenz. 2016 wurde er zum ersten residierenden und hauptamtlichen Generalsekretär der CBCI gewählt.

Thünemann/MISEREOR

Bischof Ignatius Patrick Lumen Monteiro, C.S.C

Vorsitzender der Caritas Indien

Lumen Monteiro wurde 1952 in Calangute, Indien geboren. 1969 schloss er die High School in Arpora ab und  trat in die Kongregation vom Heiligen Kreuz ein. Er absolvierte ein Philosophie- und Theologiestudium. 1980 wurde er zum Priester geweiht. Er arbeitete als Kaplan und leitete Seminare für Jugendliche, Verlobte und Verheiratete in Kalkutta.

Zwischen 1988 und 1992 studierte er an der Fakultät für Religion und Religionswissenschaft der katholischen Universität von Amerika und erhielt sein Berufsdoktorat mit dem Schwerpunkt Eheförderung. Danach war er stellvertretender Rektor und Administrator der Heilig-Kreuz-Schule in Agartala in Nordostindien. 1994 wurde er Provinzial der Kongregation vom Heiligen Kreuz.

Seit 1996 ist er Bischof der Diözese Agartala und von 1998 bis 2002 war er Mitvorsitzender der Kommission für soziale Kommunikation der CBCI (kath. Bischofskonferenz Indien).

Seit 2012 ist er der Vorsitzende der Caritas Indien, der Organisation für soziale Entwicklung der CBCI.

privat/MISEREOR

Bischof Niranjan Sualsingh

Bischof von Sambalpur

Niranjan Sualsingh wurde 1961 in Kottama, Orissa, einem der ärmsten Bundesstaaten Indiens geboren. 1991 wurde er zum Priester geweiht. Er studierte Philosophie und Theologie in Rom.
In Juli 2013 wurde er zum Bischof von Sambalpur ernannt. Die Bischofsweihe erhielt er in September 2013. Direkt danach erstellte er zusammen mit Priestern, Ordensleuten und Laien einen Pastoralplan für die Diözese. Von den 7,6 Mio. Einwohnern der Diözese Sambalpur sind 0,56 % Katholiken; die große Mehrheit sind Hindus. MISEREOR unterstützt ein Gesundheitsprogramm der Sozialabteilung der Diözese, das einen menschenrechtlichen Ansatz verfolgt.
Bischof Niranjan hat ein klares Menschenrechtsverständnis und ermutigt die Projektmitarbeitenden, auf dieser Grundlage zu arbeiten. Er setzt sich sehr für die Rechte Kastenloser (Dalits) und Indigener (Adivasis) ein.
„Wir müssen unsere Arbeit mit den Armen verstärken; und unsere Empathie, unser Engagement für die Armen muss sichtbarer werden.“, sagt Bischof Niranjan Sualsingh.


Pater Frederick D’Souza

Geschäftsführer der Caritas Indien

Frederick D’Souza wurde 1957 geboren. Er studierte Theologie in Indien und war zwischen 1985 und 1995 Gemeindepfarrer und Schatzmeister der Erzdiözese Delhi. Später machte er seinen Master in Entwicklungsstudien in Den Haag und promovierte an der London School of Economics. Pater Frederick ist der Geschäftsführer der Caritas Indien, die zur CBCI (kath. Bischofskonferenz Indien) gehört. Er ist zudem Vizepräsident einer Nichtregierungsorganisation (NRO), die die Lebensqualität von marginalisierten Gruppen in ländlichen Gebieten durch Management der natürlichen Ressourcen zu erhöhen versucht. Er ist auch Vorstandsmitglied einer NRO, die auf eine menschlichere Gesellschaftsordnung hinarbeitet und einer weiteren Gesellschaft, die sich für die Berufsbildung von Jugendlichen ohne Schulabschluss einsetzt.
Eine seiner Publikationen ist: „Hart arbeitende Domestiken & die Domestizierung der Arbeit. Indigene weibliche Hausangestellte in Delhi. Eine wissenschaftliche Untersuchung der Migration und ihrer Verletzlichkeiten.“


Saju Moonjely Kunjavara

Projektmitarbeiter bei JEEVAN PLE im Beed District im Bundesstaat Maharashtra

Saju Moonjely Kunjavara arbeitet seit 2008 für die Caritas Indien. Als Zonal Manager West ist er verantwortlich für die Caritas-Projekte in drei indischen Bundesstaaten. Der promovierte Soziologe hat das Konzept des Projekts „JEEVAN People-Led Empowerment“ (PLE) mitentwickelt. Jeevan ist Hindi und bedeutet Leben, PLE lässt sich mit „Bürger ermächtigen sich selbst” übersetzen. Das PLE-Team versucht auf lokaler Ebene Graswurzelbewegungen zu initiieren, durch welche die Dorfbewohner ihre Probleme weitgehend eigenverantwortlich lösen.
„Wir wollen nicht, dass die Dörfer, in denen wir arbeiten, abhängig von uns werden”, sagt der 42-Jährige. „Wir helfen ihnen dabei, stärker zu werden, damit sie ihre Situation selbst verbessern können.” Die Caritas unterstützt im Rahmen des PLE-Projekts lokale Gruppen, die sich bestimmte Ziele vornehmen, z. B. eine bessere Wasserversorgung schaffen, eine neue Dorfstraße bauen oder Alkoholmissbrauch einschränken. Gleichzeitig erklären die Sozialarbeiter der Caritas, welche Ansprüche und Rechte die Bewohner gegenüber der Regierung haben.

Kopp/MISEREOR

Schwester Jancy Antony

Regional-Koordinatorin bei JEEVAN PLE im Beed District im Bundesstaat Maharashtra

Schwester Jancy wurde 1972 geboren. Seit dem Start des Projekts zum People-Led Empowerment (PLE) 2015 ist Schwester Jancy Antony daran beteiligt. Als Regional-Koordinatorin ist sie für insgesamt 15 Dörfer zuständig. Unterstützung bekommt sie dabei von drei Mitarbeitenden, die jeweils fünf dieser Dörfer betreuen.
Doch auch Schwester Jancy ist beinahe täglich unterwegs, um die Bauern zu besuchen: Sie fragt nach ihren Nöten und sucht in Gruppendiskussionen nach Lösungen. Anschließend hilft sie dabei, die nötigen Kontakte herzustellen: zum Beispiel zu Regierungsstellen oder Experten. „Die Hilfsprogramme und Subventionen der Regierungen kommen meistens nicht in den Dörfern an”, sagt sie. „Man muss oft Druck aufbauen. Die Behörden sind nicht sehr kooperativ”.

Kopp/MISEREOR

Melvin Edu Pangya

Koordinator für die Projekte von Caritas Indien im westindischen Bundesstaat Maharashtra

Melvin Pangya wurde 1968 geboren. Für die Caritas Indien arbeitet Melvin Pangya seit 2015. Er ist der verantwortliche Koordinator für die Projekte im westindischen Bundesstaat Maharashtra. Besonders eingebun-den ist er jedoch in das Projekt zum People-Led Empowerment (PLE). Der Ansatz, dass die Dorfgemeinschaften ihre Entwicklung selbstständig vorantreiben, sagt ihm zu. Da die Strategie aber noch recht neu ist, müsse er viel Überzeugungsarbeit leisten: nicht nur bei Dorfbewohnern, sondern auch bei Partnerorganisationen, wie beispielsweise den Sozialstellen der Diözesen.
Zuvor hatte er schon einige andere Jobs: Unter anderem hat er Krebspatienten unterstützt und der Regierung dabei geholfen, die Rechte von Frauen und Kindern im ländlichen Indien zu stärken. In seinem Studium wurde er auf seinen Job bereits gut vorbereitet: Er hat Soziale Arbeit studiert. Viel zu Hause ist er momentan nicht. Insgesamt betreut er 195 Dörfer in Maharashtra – und sie alle wollen auch besucht werden.

Kopp/MISEREOR

Schwester Kesari Ruzar Fernandes

Sozialarbeiterin für das Projekt JEEVAN PLE

Schwester Kesari wurde 1979 geboren. Seit 2015 arbeitet Schwester Kesari Ruzar Fernandes als Sozialarbeiterin für das Projekt JEEVAN People-Led Empowerment (PLE) der Caritas Indien. Sie betreut fünf Dorfgemeinschaften – und guckt fast täglich bei einem der Dörfer vorbei. Dort kennt sie fast jeden Bewohner.
Sie hat eine schwierige Aufgabe, denn in der Regel sind die Bauern in den Dörfern gewohnt, dass ihnen die Entwicklungshilfeorganisationen etwas schenken: neue Werkzeuge zum Beispiel, oder das Geld für ein neues Gemeindezentrum. Schwester Kesari hat nichts anzubieten – außer dem Versprechen, dass die Dorfgemeinschaften mit ihrer Hilfe zahlreiche Probleme selbst lösen können. „Das Wichtigste ist, ganz genau zuzuhören, wo ihre Schwierigkeiten liegen und dann mögliche Lösungswege aufzuzeigen“, sagt sie.

Kopp/MISEREOR

Schwester Dorothy Gabriel Fernandes

Gründerin und Leiterin der MISEREOR-Partnerorganisation JKGVS

Schwester Dorothy, 1952 geboren, setzt sich für die Rechte der Arbeiter, Frauen und Obdachlosen von Patna ein. Sie studierte Soziologie und  Pädagogik. Lange arbeitete die Schwester als Lehrerin für ihren Orden. „Aber das Leid in den Armenvierteln hat mich zu sehr beschäftigt”, sagt sie. „Ich wollte aktiv etwas dagegen unternehmen.” Die Armen der Stadt würden viel zur Entwicklung der Metropolen beitragen, seien jedoch permanent Schikanen ausgesetzt. Viele würden nicht einmal wissen, dass sie auch Rechte und Ansprüche gegenüber dem Staat hätten – oder trauten sich nicht, diese durchzusetzen.
Bereits im Jahr 1999 gründete sie deswegen ihre Organisation in Patna. Sie ist überzeugt: Seitdem habe sie bereits viel bewegen können. Um Vertrauen aufzubauen, setzt sie auf einen möglichst engen Kontakt zu den Hilfsbedürftigen. Unter anderem übernachtete sie mit ihrem Team lange Zeit jeden Samstag im Bahnhof von Patna.

Kopp/MISEREOR

Rajesh Kumar

Geschäftsführer des JKGVS-Projekts

Rajesh Kumar wurde 1987 geboren. Er ist die rechte Hand von Schwester Dorothy. Bei ihm als Geschäftsführer des JKGVS-Projekts laufen alle Fäden aus den unterschiedlichen Projekten zusammen, außerdem kümmert er sich um die Buchhaltung. Er vertritt Schwester Dorothy, wenn sie nicht da ist. Bereits seit 2004 arbeitet Kumar im sozialen Bereich. 2017 hat er seinen Bachelor-Abschluss in Soziologie erhalten.
Auch wenn er sich hauptsächlich mit Verwaltungsangelegenheiten beschäftigt, geht er oft selbst noch zu den Brennpunkten und unterstützt die Hilfsbedürftigen vor Ort. Bei einer Demonstration gegen die Räumung eines Armenviertels wurde er sogar schon einmal zeitweise festgenommen.

 

 

 

 

 

Kopp/MISEREOR

Dhanajay Kumar

Mitarbeiter des JKGVS-Projekts

Dhanajay Kumar wurde 1984 geboren. Ursprünglich hat er einen Bachelor in Geografie erworben. Bevor er zu JKGVS  kam, hat er Computer-Kurse gegeben. Seit 11 Jahren ist er Mitarbeiter in dem Projekt in Patna. Im Team von Schwester Dorothy half er zuerst als Schreibkraft für Hindi mit. Seit 2007 arbeitet er aber auch mit den Straßenverkäufern in Patna. Er hilft ihnen dabei, sich bei der Verwaltung zu registrieren und ihre Rechte durchzusetzen. Früher wurden viele von ihnen von der Polizei vertrieben oder mussten Bestechungsgeld bezahlen. Dhanajay Kumar vertritt die Straßenverkäufer vor Verwaltungsorganen und Regierungsstellen. Im Verlauf der Jahre hat er viele Erfahrungen mit Straßenverkäufern gemacht und er informiert sich regelmäßig über Aktuelles zu diesem Thema und über die Arbeit anderer Gruppen, die sich für die Straßenverkäufer einsetzen.
In der Sozialarbeit habe er seine wahre Berufung gefunden, sagt er.

 

 

privat/MISEREOR

Asha Devi

Sozialarbeiterin im JKGVS-Projekt

Asha Devi, 1975 geboren, ist Sozialarbeiterin und war eine der ersten Team-Mitglieder von Schwester Dorothy. Asha Devi wurde 1973  in einem kleinen Dorf im Bundesstaat Bihar geboren. Sie kommt aus einfachen Verhältnissen und besuchte die Schule nur bis zur achten Klasse.
Bereits seit 1998 ist sie Mitarbeiterin im Team von Schwester Dorothy, zunächst als Lehrerin in einer kleinen Schule in dem Dorf Manur. Seit 2008 kümmert sie sich um die Frau-en in den Armenvierteln von Patna. Ihr wichtigstes Ziel ist es dabei, das Selbstvertrauen der Frauen zu stärken und ihnen zu erklären, dass sie nicht rechtlos sind. Sie hilft außerdem dabei, Subventionen für Gas oder Essen zu erhalten. „Viele Frauen wissen nicht, welche Rechte und Sozialleistungen ihnen zustehen”, sagt Asha Devi. „Sie wissen nicht einmal, ob und wie sie wählen können.”
Bei ihrer Arbeit benötigt sie viel Fingerspitzengefühl. Wenn sie in ein neues Armenviertel geht, muss sie zunächst das Vertrauen der Frauen gewinnen. Wenn man ihnen wirklich helfen kann, vergrößert sich das Netzwerk schnell.

Kopp/MISEREOR

Chidi Kwubiri

Künstler des Hungertuchs 2017/2018

Chidi Kwubiri, geboren 1966 in SO-Nigeria, ist ein international bekannter und viel beachteter Künstler; er studierte Fine Arts an der Kunstakademie Düsseldorf bei Prof. Buthe und Prof. Penck (Meisterschüler). Es folgten zahlreiche Einzelausstellungen überall auf der Welt.
Chidi Kwubiri hat das MISEREOR-Hungertuch 2017/2018 gestaltet: „Ich bin, weil du bist“.
Sein Traum bleibt, dass er nicht als afrikanischer Künstler, sondern als Künstler aus Afrika wahrgenommen wird, dessen Bilder Teil einer globalen Kunst sind und nach internationalen Kriterien interpretiert werden.
Chidi Kwubiri engagiert sich in Kunst- und Kulturprojekten in seiner Heimat Nigeria und auch hier in Deutschland. Mit dem Hungertuch möchte er auch politisch ein Zeichen setzen: Die vielen geflüchteten Menschen, die ihren Weg nach Europa gefunden haben, wecken in ihm schlimme Erinnerungen an den Biafra-Krieg, der seine Heimat verwüstete, als er ein Kind war.

Seit vielen Jahren lebt Chidi Kwubiri mit seiner Familie in Pulheim bei Köln.

 

 

MVG/MISEREOR

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Wie Ihre Spende helfen kann: 70 Euro finanzieren für 2 Monate den Lohn eines Lehrers für die Lerngruppe.
Spenden per Überweisung:      IBAN DE75 3706 0193 0000 1010 10      BIC GENODED1PAX     Pax-Bank Aachen      Stichwort: Fastenaktion 2018

MISEREOR ist wegen Förderung der Entwicklungszusammenarbeit nach dem letzten uns zugegangenen Freistellungsbescheid des Finanzamtes Aachen-Stadt, Steuer-Nummer 201/5900/5748,nach § 5 Abs.1 Nr. 9 des Körperschaftssteuergesetzes von der Körperschaftssteuer befreit.


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Gästeprofile
Wir stellen die Gäste zur Fastenaktion 2018 aus Indien mit Bild und einem kurzen Text zu ihrer Vita und ihrer Funktion vor.

Die Projektarbeit

Werfen Sie einen Blick auf die Arbeit unserer Partner JEEVAN PLE und JKGVS in Indien. Wir bieten Ihnen verschiedene Filme, Bilder und Hintergrundtexte dazu an. Mehr dazu